Traditionelle Methoden
Traditionellerweise wird in einer Ohrenkorrektur zunächst in einem langen Schnitt ein Hautstreifen des Hinterohrs entfernt und der Ohrknorpel freigelegt, um ihn dann auszudünnen bzw. entsprechend zu modellieren. Dazu gibt es einige Standardmethoden mit Modifikationen. Die traditionelle Ohrenoperation erfolget entweder unter Vollnarkose (bei Kindern bzw. ängstlichen Patienten) oder in örtlicher Betäubung, die evtl. mit zusätzlichem Dämmerschlaf verbunden ist. Teilweise ist diese Form der Ohrenkorrektur mit einem mehrwöchigen Klinikaufenthalt verbunden. Zu den Risiken einer solchen Operation gehören Ohrendaformationen, wie das "Telefonhörerohr", also dass das operierte Ohr nachher zu eng am Kopf anliegt. Auch ein Zurückbleiben der Operationsnarben ist möglich.
Fadenmethode nach Dr. Merck
Die vom Ohrenarzt Dr. Merck entwickelte Fadenmethode verzichtet komplett auf das Scheiden der Haut. Stattdessen werden während der Ohrenoperation in winzigen Nadelstichen kleine, nicht auflösbare Fäden mit einer speziellen Ein- und Ausstichtechnik unter die Ohrenhaut versenkt und miteinander verknüpft. Dadurch wird die Ohrfalte in die gewünschte Position gerückt, die der Patient selbst mitbestimmen kann, wenn die Operation unter örtlicher Betäubung erfolgt. Kinder bis zu 11 Jahren werden meist unter Vollnarkose operiert. Die Operation dauert in etwa 30 Minuten.